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Glossar: Begriffe aus Zerspanung, Schweißen und Instandsetzung
30 Fachbegriffe kurz erklärt, alphabetisch sortiert.
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A
- Arbeitsvorbereitung
- Planung eines Auftrags vor der Fertigung: Auswahl von Maschine, Werkzeug, Spannmittel und Reihenfolge sowie Kalkulation von Zeit und Kosten.
- Aufspannung
- Das Befestigen eines Werkstücks auf der Maschine. Mehrere Aufspannungen verlängern die Fertigungszeit und können die Maßhaltigkeit beeinflussen.
- Auftragsschweißen
- Aufbringen von Werkstoff auf eine Bauteiloberfläche, etwa um Verschleiß auszugleichen oder eine verschleißfeste Schicht zu erzeugen. Plasma-Auftragsschweißen bietet Schmidtke & Sohn mit Partnerfirmen an.
B
- Bearbeitungszentrum
- CNC-gesteuerte Fräsmaschine mit Werkzeugwechsler, die viele Arbeitsgänge in wenigen Aufspannungen ausführt.
- Bohrwerk
- Großmaschine für Bohr-, Plan- und Fräsarbeiten an großen, fest aufgespannten Bauteilen wie Gehäusen und Rahmen.
C
- CAD-Daten
- Digitale Konstruktionsdaten eines Bauteils, zum Beispiel als 3D-Modell oder 2D-Zeichnung.
- CNC
- Computerized Numerical Control: rechnergestützte Steuerung, die ein gespeichertes Programm reproduzierbar abarbeitet.
D
- DWG
- Dateiformat für 2D- und 3D-Zeichnungen, verbreitet in CAD-Programmen.
- DXF
- Neutrales Austauschformat für 2D-Zeichnungen zwischen CAD-Programmen.
E
- Einzelteilfertigung
- Fertigung eines Bauteils in der Stückzahl eins, häufig für Ersatzteile. Der Einrichtaufwand verteilt sich auf nur ein Stück.
F
- Fertigungsleitstand
- Planungs- und Steuerungssystem, das Aufträge, Maschinen und Termine verknüpft. Schmidtke & Sohn nutzt einen digitalen Fertigungsleitstand.
- Fertigungstiefe
- Anteil der Fertigungsschritte, die ein Unternehmen selbst ausführt, statt sie zuzukaufen. Hohe Fertigungstiefe vereinfacht Abstimmung und Terminplanung.
- Fräsen
- Zerspanungsverfahren mit rotierendem Werkzeug und feststehendem Werkstück. Es erzeugt ebene Flächen, Nuten, Taschen und Bohrbilder.
I
- Instandsetzung
- Wiederherstellen der Funktion eines beschädigten oder verschlissenen Bauteils durch Reparatur, statt es neu zu beschaffen.
K
- Karusselldrehen
- Drehen auf einem waagerechten Drehtisch, geeignet für große, schwere und flache Bauteile wie Scheiben, Räder und Flansche.
- Kleinserie
- Fertigung mehrerer gleicher Teile in einem Los. Eine feste Stückzahlgrenze gibt es nicht, sie hängt von Bauteil und Branche ab.
- konventionelle Maschine
- Handbediente Werkzeugmaschine ohne Programmsteuerung, typischerweise geeignet für Einzelteile, Reparaturen und große Abmessungen.
M
- MAG-Schweißen
- Metall-Aktivgasschweißen: Eine abschmelzende Drahtelektrode liefert den Zusatzwerkstoff, ein Aktivgas schützt die Schmelze. Schnell und für Stahl weit verbreitet.
- Muster
- Vorhandenes Altteil, das als Vorlage für die Fertigung eines Ersatzteils dient, wenn keine Zeichnung vorliegt.
N
- NC
- Numerical Control: numerisch gesteuerte Maschine, meist mit einfacherer Programmierung als moderne CNC-Maschinen.
P
- Passung
- Das Zusammenspiel von Bohrung und Welle durch ihre Toleranzen. Man unterscheidet Spiel-, Übergangs- und Presspassung.
R
- Rauheit
- Maß für die Feinstruktur einer Oberfläche, häufig als Ra-Wert in Mikrometern angegeben.
- Rüstzeit
- Zeit zum Einrichten einer Maschine vor der Fertigung, etwa für Spannmittel, Werkzeuge und Programm.
S
- Schadensanalyse
- Untersuchung eines beschädigten Bauteils, die Schaden und Reparaturaufwand beschreibt. Bei Schmidtke & Sohn folgt sie auf Demontage und Reinigung und enthält eine Kostenaufstellung.
- STEP
- Herstellerneutrales Austauschformat für 3D-CAD-Modelle.
- Stückgewicht
- Gewicht eines einzelnen Bauteils. Schmidtke & Sohn setzt Komponenten bis 20 t Stückgewicht instand.
T
- Toleranz
- Zulässige Abweichung eines Maßes vom Nennmaß. Engere Toleranzen erhöhen Fertigungs- und Prüfaufwand.
U
- UP-Schweißen
- Unterpulverschweißen: Der Lichtbogen brennt unter einer Pulverschicht. Hohe Abschmelzleistung, geeignet für dicke Bleche und lange Nähte.
W
- WIG-Schweißen
- Wolfram-Inertgasschweißen: Lichtbogen an einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode, Zusatzwerkstoff separat. Langsamer, aber sehr saubere Nähte.
Z
- Zerspanung
- Oberbegriff für Fertigungsverfahren, die Material durch Späne abtragen, zum Beispiel Drehen, Fräsen und Bohren.
Häufige Fragen
Was ist eine Schadensanalyse?
Eine Schadensanalyse klärt typischerweise, was an einem Bauteil beschädigt ist und was eine Reparatur kostet. Bei Schmidtke & Sohn erfolgt sie nach Demontage und Reinigung durch auf Instandsetzungen spezialisiertes Fachpersonal und mündet in eine Kostenaufstellung. Sie ist die Entscheidungsgrundlage für Reparatur oder Neuanfertigung.
Was ist CNC-Fertigung?
CNC steht für Computerized Numerical Control, also rechnergestützte numerische Steuerung. Die Maschine arbeitet ein gespeichertes Programm ab und fährt Bewegungen reproduzierbar an. Das macht CNC-Fertigung besonders für wiederkehrende Teile und Serien geeignet. Schmidtke & Sohn betreibt CNC-Dreh- und Fräsmaschinen sowie CNC-Bohrwerke, daneben NC- und konventionelle Maschinen.
Was ist ein Fertigungsleitstand?
Ein Fertigungsleitstand ist ein Planungs- und Steuerungssystem, das Aufträge, Maschinen, Material und Termine verknüpft. Es zeigt, welche Maschine wann frei ist und welche Aufträge Vorrang haben. Schmidtke & Sohn nutzt einen digitalen Fertigungsleitstand, um auch komplexe Bauteile schnell und termingerecht zu fertigen.